Vogel Strauß

Zwar belegen alle Untersuchungen, daß die klassischen Printmedien rapide an Bedeutung verlieren und damit auch traditonelle Wege für Werbung, so bleibt bei Unternehmen das Denken über ihre Marken und Produkte doch noch dahinter zurück. Darauf verweist der Internet-Blog digital:next, Informationsblog für die digitale Wirtschaft in: Unternehmens-Image: Manager sollten sich mehr auf das Internet konzentrieren.

Demnach nimmt nur ein Drittel der Firmen-Manager Notiz von den Informationen im Internet, die dort über das eigene Unternehmen stehen. Das hat etwas vom Vogel Strauß: Ich nehme es nicht zur Kenntnis, also gibt es das auch nicht.

Siehe zu den Veränderungen im Medien-Verhalten und den daraus resultierenden Konsum-Entscheidungen derselbe Blog: Studie: Soziale Medien sind Meinungsmacher

und: Dramatic Shift in Marketing Reality

Dort heißt es über die Anforderungen an die Unternehmen im Zeitalter des Internets: „Zuerst einmal müssen sie den Wandel als irreversibel, als unumkehrbar, akzeptieren. Und sie müssen lernen, Kommunikation und Werbung nicht (mehr) als Instrument zur Manipulation des Konsumenten zu verstehen. Sie müssen den Mut für eine neue Ehrlichkeit aufbringen, die auch und gerade im Umgang mit eigenen Schwächen und Fehlern nicht endet. Wer dies beherzigt, dem bieten sich neue Chancen, die sich durch den Dialog mit den Konsumenten und der Konsumenten untereinander ergeben.“

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Markus Aigner

    die Ersten, die mittlerweile kapiert haben, daß die „Vogel Strauß“ Taktik nichts bringt, sind Hoteleigentümer. Ich persönlich hatte das Vergnügen, einige persönlich zu dem Thema zu befragen. Ergebnis: am liebsten würde man den Websitebetreibern den Hals umdrehen. Aber das macht die Hotels am Ende leider auch nicht besser.

  2. admin

    Hallo Herr Aigner,

    manchmal kann man ja die Hotelbesitzer verstehen. Da hat jemand eine einigermaßen vernichtende Kritik über ein Hotel geschrieben, die aber mehr über den Schreiber als über das Domizil aussagt. Die negative Bewertung steht dann jedoch nun einmal im Internet. Da muß der Hotelbetreiber darauf vertrauen, daß die Leser solche übermäßig persönlich gefärbten Bewertungen zu interpretieren wissen. Nicht anzuraten sind vom Hotel gesteuerte positive Bewertungen: Solche Manipulationen sind in aller Regel leicht zu erkennen und verfestigen ein negatives Urteil über ein Hotel eher noch.
    Im Internet als nicht steuerbarem Medium ist es eben sinnvoller, mit den Nutzern in einen Dialog zu treten, statt sie zu bekämpfen, auch wenn man dafür natürlich manchmal ein dickes Fell braucht.

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